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Französische Revolution: König Ludwig XVI.

时间:2026-01-17 21:36来源: 作者:admin 点击: 0 次
Ludwig XVI. war König von Frankreich. In der Französischen Revolution wurden er und seine Frau Marie Antoinette hingerichtet.

Eine politische Heirat

Ludwig XVI. von Frankreich wird 1754 in Versailles geboren – in einem Schloss, das den Machtanspruch und die Verschwendungssucht der französischen Monarchie symbolisiert. In einer Monarchie herrscht eine einzelne Person. Das Recht zu regieren wird innerhalb der Familie weitervererbert.

König ist damals Ludwigs Großvater Ludwig XV. Ein energischer Mann, der sein Leben demonstrativ genießt: Er feiert viel, isst gerne, umgibt sich mit Prunk und Glanz. Völlig selbstverständlich pflegt er Affären mit so genannten Mätressen, etwa mit der berühmten Madame Pompadour.

Sein Sohn Louis Ferdinand, der Vater des kleinen Ludwig, lehnt diesen Lebenswandel allerdings ab: Er erzieht seine Kinder streng religiös. Ludwig gilt als scheu und schüchtern. Zum Thronfolger wird er nur, weil sein älterer Bruder als Kind stirbt.

Prächtige barocke Gartenanlage mit Schloss Versailles im Hintergrund.

Schloss Versailles: Ludwigs Geburtsort, Marie Antoinettes zweite Heimat

Frankreich und Österreich sind damals seit Generationen verfeindet. Doch dann schließen sich die beiden Länder gegen Preußen zusammen. Eine Ehe soll das neue Bündnis zwischen den beiden Ländern stärken – und so wird Ludwig als zukünftiger König mit Marie Antoinette verheiratet, einer Tochter der österreichischen Kaiserin Maria Theresia.

Doch Marie Antoinette bleibt für die französische Öffentlichkeit die abgehobene Dame aus dem feindlichen Österreich, während ihr unauffälliger Ehemann von vielen Franzosen verehrt wird – jedenfalls bis zur Französischen Revolution.

Ein Zögerer auf dem Thron

1774 stirbt der bisherige König Ludwig XV. an den Pocken. Da sein Sohn Louis Ferdinand bereits tot ist, geht die Krone an seinen Enkel – also an Ludwig. In Reims wird Ludwig zu "Ludwig XVI., König von Frankreich" gekrönt. Sein ganzes restliches Leben lang wird er das Amt als Last empfinden.

Ludwig XVI. hat das Land in einem schwierigen Zustand übernommen. Die Kassen sind leer, das Volk ist unzufrieden, Proteste gegen den König werden laut. Bei den Gebildeten verbreiten sich die Ideen der Aufklärung: Die Vernunft solle Grundlage allen Handelns sein, nicht die Lehren der Kirche oder die Befehle eines Königs.

Es ist eine Situation, in der es einen starken Herrscher bräuchte. Doch Ludwig XVI. ist unsicher, ein Zögerer und Zauderer, der bei wichtigen Sitzungen bisweilen einschläft und laut schnarcht.

Noch dazu muss er ausgerechnet im Jahr 1789 – als die Französische Revolution beginnt – einen schweren Schicksalsschlag verkraften: Sein Sohn Louis Joseph, der an der Knochenerkrankung Rachitis leidet, stirbt im Alter von nur sieben Jahren. Doch die Ereignisse gönnen dem König keine Pause, die Revolutionäre wollen auf seine persönliche Situation keine Rücksicht nehmen. "Gibt es denn im Dritten Stand keine Väter?", kommentiert er bitter.

Der König und die Revolution

Gleichzeitig versucht Ludwig XVI., sich versöhnlich zu geben, auf die Revolutionäre zuzugehen – und sei es nur in Auftreten und Wortwahl. Im Frühjahr 1789 nennt er sich den "ersten Freund des Volkes".

Doch das Volk glaubt ihm nicht. Am 5. Oktober 1789 ziehen hunderte Pariser Marktfrauen nach Versailles und fordern, dass die Königsfamilie in den Tuilerienpalast nach Paris umzieht. Hier soll Ludwig näher an den Nöten der einfachen Menschen sein, hier sollen sie besser kontrollieren können, dass seine Familie nicht zu verschwenderisch lebt.

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